Nach dem Shutdown ist vor dem Push-Up? – Clever fit auf dem Weg zurück in den Fitnessstudioalltag.

 

Landsberg am Lech, 16.07.2020: Auch die deutschlandweit über 400 von selbstständigen Betreibern unter der Marke „clever fit“ geführten Fitnessstudios mussten im März aufgrund der Corona-Pandemie überraschend schließen. Abhängig von den Bestimmungen im jeweiligen Bundesland durften nun in den letzten Wochen alle ihren Betrieb wieder aufnehmen und ziehen eine erste vorsichtige Bilanz.

 

Clever fit ist ein Franchisesystem, die zugehörigen Studios werden also von eigenständigen Unternehmern betrieben. Die clever fit GmbH stellt als Franchisegeber seinen Franchisenehmern ein Geschäfts- und Markenkonzept zur Verfügung, die unternehmerische Verantwortung liegt aber mit sämtlichen Rechten und Pflichten beim Studioinhaber. So standen auch die rund 230 Franchisepartner, die in Deutschland zusammen über 400 Studios unter der Marke clever fit betreiben, erst einmal vor vielen großen Fragezeichen, als die Regierung Mitte März bekanntgab, dass alle Fitnessanlagen bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr zu schließen sind. Im Schnitt sind in einem clever fit Studio 15 MitarbeiterInnen beschäftigt, einige der Studios befanden sich zum Zeitpunkt der Schließungen noch in der Aufbau- oder sogar erst in der Eröffnungsphase. Auch wenn es sich bei clever fit um das erfolgreichste deutsche Fitness-Franchise-System handelt, dessen Konzept sich bereits mehrere hunderte Male bewährt hat, für eine Pandemie war im Muster-Businessplan keine Standardstrategie vorgemerkt: „Natürlich haben wir alles in unserer Macht stehende versucht, um unsere Franchisepartner so schnell und zuverlässig wie möglich auch in dieser Situation zu unterstützen. Aber man muss ehrlich sagen, dass gerade zu dem Zeitpunkt wirklich wenig in unserer Macht stand“ berichtet Riccardo Christ, COO und Leiter der clever fit Systemzentrale. Nachdem der erste Schock über die Zwangsschließungen verdaut war, ging in der Zentrale die Blickrichtung aber schnell wieder nach vorne: „Wir haben uns darauf konzentriert, unsere Partner organisatorisch, technisch, juristisch und in Marketingfragen zu unterstützen. Kurzfristig haben wir unsere digitalen Kanäle noch weiter ausgebaut, sodass wir trotz Abstandhalten mit unseren Franchisepartnern und Mitgliedern in Kontakt und insgesamt als System leistungsfähig bleiben konnten. Auch wenn wir im Grunde je nach Bundesland jeweils erst ein paar Tage vorher wussten, wann und unter welchen Bedingungen das möglich sein wird, konnten wir uns so gemeinsam auf die Wiedereröffnungen vorbereiten.“ 

 

Weiterbildungs- und Renovierungsmaßnahmen während des Shutdowns

 

Aber auch in den Studios hielt man nichts davon, den Kopf in den Sand zu stecken. Viele Betreiber schafften es gemeinsam mit ihren Teams über teils kreative Wege, den Kontakt zu ihren Kunden zu halten. Ob das online Workout Streams mit dem lokalen Lieblingstrainern waren oder das Angebot, Einkäufe und sonstige Erledigungen für diejenigen Mitglieder zu übernehmen, die erst einmal nicht selbst aus dem Haus gehen wollten oder konnten. In vielen der über 400 Studios in Deutschland wurde eifrig aufgeräumt, geputzt und renoviert. Auch die clever fit Akademie reagierte schnell und setzte nicht nur eine spezielle Schulung zum Umgang mit dem Corona-Virus im Fitnessstudioalltag auf, die bis heute schon weit über 1.500 MitarbeiterInnen aus clever fit Studios absolviert haben. Da es dem Team rund um Akademieleiter Helmut Müller in Rekordzeit gelang, einen Großteil der laufenden Schulungen umzuorganisieren, teilweise zu digitalisieren und so auf die neue Situation anzupassen, konnte die Zeit, in der der Studioalltag stillstand, für die Weiterqualifikation der TrainerInnen genutzt werden.  

 

Hoffen, Bangen, Abwarten und auf einmal Vorbereiten auf die Wiedereröffnung

 

Eine interne Umfrage unter clever fit Studiobetreibern hat gezeigt, dass die größte Herausforderung im Vorfeld der Wiederöffnung tatsächlich die Kurzfristigkeit war. Während über Wochen keine Informationen seitens der Behörden kamen, wann und unter welchen Bedingungen die Studios ihren Betrieb wieder aufnehmen dürfen, ging es dann auf einmal ganz schnell und quasi über Nacht mussten die Mitarbeiter zurückgeholt, Studios zur Einhaltung der Abstandsregelungen umgestaltet und die teils verunsicherten Mitglieder informiert werden. Da es von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche und noch dazu stetig neue Auflagen gab, mussten sich Franchisepartner und Zentrale über Wochen im ständigen Seiltanz üben. Letztlich waren alle froh über die Nachricht, dass es bald wieder los geht. Der Großteil der MitarbeiterInnen war motivierter denn je, als sie erfuhren, dass sie ihre Arbeit im Studio endlich wieder aufnehmen können – das berichten viele der clever fit Betreiber. So konnten dann am Ende die erschwerenden Umstände der Wiedereröffnungen der guten Stimmung in den Teams kaum etwas anhaben, was sich natürlich auch auf viele Mitglieder übertragen hat. Auch wenn vermehrt noch erste Unsicherheiten spürbar waren und stellenweise mit mehr Beschwerden umgegangen werden musste, so kehrt in den Studios dennoch langsam wieder Leben ein. Trotz der überwiegend positiven Stimmung liegt sowohl die Studioauslastung als auch die Neuabschlussquote vielerorts aber noch unter dem Vorjahresniveau. Normalität ist also noch nicht ganz eingekehrt, jedoch blicken die meisten Studiobetreiber positiv in die Zukunft. Manche sehen sogar eine Chance in der Krise und glauben, dass künftig noch mehr Menschen Fitnessstudios für sich entdecken werden – immerhin ist bewiesen, dass regelmäßiges Training das Immunsystem stärkt und nicht nur Corona bei gesunden, sportlichen Menschen weniger schwere Verläufe zeigt.

 

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